Elchjagd in Finnskogen
Der Elch zieht mit seiner urigen Gestalt viele Jäger magisch in seinen Bann. Elchjagd – ursprüngliche Jagd in weiter, kaum vom Menschen geprägter Wildnis. Diesen Traum können Sie sich zu erschwinglichen Preisen in Norwegen erfüllen. Skandinavien hat neben den baltischen Staaten die höchste Elch-Population weltweit. Die höchste Dichte weist das Elchwild in Finnland auf, aber auch Schweden und Norwegen haben sehr gute Bestände. Schweden ist sicher d a s Jagdland für deutsche Jagdgäste, aber hier ist die Jagd auf den Elch auch weitgehend kommerzialisiert und durchorganisiert. Nicht jedermanns Sache. Norwegen ist bisher immer noch ein Geheimtipp für deutsche Jäger gewesen, da eine Jagdindustrie wie in anderen Ländern fehlt. So läuft die Vergabe von Jagderlaubnissen im wesentliche über freundschaftliche Kontakte zu einzelnen Waldbesitzern.
Hier haben Sie aber noch die Möglichkeit, in traditionellen Jagdteams und ursprünglicher Landschaft auf den Elch zu jagen. Als Teil des Jagdteams wird man nicht von den übrigen Jägern abgeschottet, sondern einbezogen in den Jagdablauf bis hin zum gemeinsamen Versorgen und Bergen des erlegten Wildes. Jagdneid kennt man hier nicht, das gemeinsame Jagderlebnis und die Strecke des Jagdteams insgesamt stehen im Vordergrund.
Norwegen bietet noch einen weiteren Vorteil für deutsche Jäger: Über die Fährverbindung Kiel – Oslo sind gute Jagdgebiete sehr leicht zu erreichen und die Überfahrt von 19 Stunden auf den sehr gut ausgestatteten Fähren "Kronprinz Harald" und "Color Fantasy" der Reederei Color-Line sowie das Einlaufen in den Oslofjord sind für sich gesehen schon Erlebnisse, die man so schnell nicht vergisst.
Von Oslo aus dem Lauf der Glomma flußaufwärts folgend ist man in gut zwei Stunden Autofahrt mitten im Jagdgebiet Finnskogen Organisiert wird die Jagd vom Inhaber des Daesbekken Villmarksenter A/S (www.villmarksenter.hm.no), Herrn Roar Moe, der wie viele Norweger recht gut deutsch spricht.
Die Unterbringung der Gäste erfolgt wahlweise im Revier direkt (rustikale Jagdhütten, allerdings ohne Strom und fließend Wasser) oder in der kleinen Siedlung Daesbekken in den in Norwegen üblichen Ferien- und Wanderunterkünften.
Die günstigste Zeit für die Elchjagd ist zu Beginn der Jagdzeit ab dem 05. Oktober. Gejagt wird im Jagdteam mit 10 bis 15 Jägern, überwiegend Einheimische, wenig ausländische Gäste. Die Jagd erfolgt als großräumige Drückjagd mit Elchhunden. Dabei werden die Jäger auf den bekannten Wechseln an Schneisen oder Wegen angestellt. Die Dauer der Treiben beträgt durchschnittlich 2 – 3 Stunden, pro Tag finden je nach Jagderfolg zwei bis drei Treiben statt. Daneben besteht auch die Möglichkeit des Einzelansitzes in den Morgen- oder Abendstunden.
Untergrenze der verwendeten Kaliber stellt die 6,5x55 dar, jedoch sind auf das relativ schwere Wild größere Kaliber angebracht (.308 aufwärts).
Für die Einreise wird der deutsche Jagdschein und die Waffenbesitzkarte, eine Einladung der Gastgeber sowie ein Einfuhrformular für die Waffen benötigt. Letzteres erhält man beim Zoll im Hafen von Oslo. Es dient für die Dauer des Aufenthaltes als vorläufiger Waffenschein.
Die Einreise selbst ist relativ problemlos. Für Inhaber eines europäischen Feuerwaffenpasses entfällt die Zolldeklaration der Waffen und damit auch das Einfuhrformular.
Für die Wiedereinfuhr der Waffen nach Deutschland muss beim Zoll das Formular INF 3 vorgezeigt werden. Man erhält es in Deutschland bei der zuständigen Zollstelle unter Vorlage der Waffe und Waffenbesitzkarte.
Zur Jagdausübung wird dann noch der norwegische Jagdschein benötigt, den man bei den staatlichen Postämtern erhält. Dies kann der Reiseveranstalter bereits im Voraus erledigen.
Eine Schießprüfung ist für norwegische Jäger Pflicht, bei ausländischen Jagdgästen wird jedoch meist darauf verzichtet. Wir haben zur Vorsicht immer einen Nachweis über ein Übungsschießen auf einem deutschen Schießstand mitgeführt, um allen Eventualitäten vorzubeugen.
Nun zu den leidigen Geldfragen:
Der norwegische Jagdschein kostet 210 NOK. Die Jagderlaubnis für eine Woche ca. 10.000 NOK, das sind ca. 1.300 Euro. Hierbei sind die erlegten Stücke sowie Übernachtung und Halbpension bereits inbegriffen. Bucht man ein Jagdwochenende (drei Tage Jagd), zahlt man für alles incl. Übernachtung und Halbpension ca. 6000 NOK, was etwa 750 Euro entspricht.
Eine jagdliche Erfolgsgarantie gibt es ebenso wenig wie in Deutschland. Die Chancen, zu Schuss zu kommen stehen aber trotz der großen Reviere und der geringeren Wilddichte nicht schlecht. Ich konnte innerhalb von drei Jahren zwei Schaufler, einen "Fahrradlenker" sowie ein Schmaltier strecken. Für jeweils fünf bis sieben Jagdtage pro Jahr eine recht gute Strecke.
Unbezahlbar aber sind die Eindrücke und Erlebnisse, die ich während dieser Stunden sammeln konnte.
Vor einem allerdings muss ich warnen:
Norwegen ist hochgradig ansteckend, wer einmal vom Virus befallen ist, kehrt immer wieder in dieses wundervolle Land zurück!
Kontaktperson in Norwegen, mit dem auch konkrete Preise auszuhandeln sind ist: Roar Moe Daesbekken 2283 Asnes Finnskog Tel: 0047-62954857 Mobil: 0047-95172050 oder 0047-91574857 Fax: 0047-62954849 Contact E-mail Homepage.
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